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Gartenbewässerungsanlage selber bauen

Lesezeit ca. 4 Minuten

Das Installieren eines eigenen Bewässerungssystems ist ein lohnendes Projekt für alle Grundstücksbesitzer. Die Arbeitsschritte sind nicht zu kompliziert, sodass sie auch Neulinge und nur gelegentliche Heimwerker mit einer guten Anleitung kompetenter Ansprechpartner ausführen können. Davon abgesehen birgt es zahlreiche Vorteile, wenn Sie sich eine Gartenbewässerungsanlage selber bauen!

Kraft- und Zeitersparnis

Mit einer eigenen Gartenbewässerung sparen Sie langfristig gesehen viel Zeit und ordentlich Kraft. Schließlich müssen Sie nicht mehr mühsam Gießkanne für Gießkanne füllen und zu den durstigen Pflänzchen tragen. Stattdessen starten Sie Ihr Bewässerungssystem und genießen die Früchte Ihrer Arbeit!

Gezielte Verteilung

Eine gut geplante Bewässerungsanlage erreicht möglichst die Umgebung aller wesentlichen Pflanzen, die auf zusätzliches Wasser angewiesen sind. Wo Sie die Leitungen am besten entlangführen, ist von Grundstück zu Grundstück unterschiedlich und kommt vor allem auf die bewachsenen Areale und ebenfalls etwaige Hindernisse wie bebaute Flächen an.

Smart Gardening: automatisiertes, regelmäßiges Gießen

Sie möchten nicht nur im Smart Home leben, sondern auch Ihren Garten weitestgehend automatisieren? Nichts leichter als das: Mit etwas technischem Know-how und dem benötigten Equipment wie Feuchtigkeitssensoren, einem zentralen Gateway und steuerbaren Aktoren regeln Sie die Bewässerung zünftig ganz bequem über eine App. Das lohnt sich ebenfalls in der Urlaubszeit: Endlich brauchen Sie nicht mehr Ihre Nachbarn zu fragen, ob sie während Ihrer Abwesenheit Ihre Pflanzen versorgen. Trotzdem müssen Sie nicht um Ihre grüne Oase fürchten!

Regenwassernutzung möglich

Sie besitzen viel Dachfläche und haben die Möglichkeit, Regenwasser im größeren Stil in Fässern und anderen Behältern aufzufangen? Nutzen Sie das! Speisen Sie Ihre Bewässerungsanlage mit Regenwasser, macht sich das nicht nur positiv auf Ihrer Nebenkostenabrechnung bemerkbar, sondern ist auch noch gut für die Umwelt.

Sparen Sie Kosten

Je nachdem, wie groß Ihr Grundstück ist und für welche Variante der Bewässerung Sie sich entscheiden: Führen Sie die Montage selbst aus, sparen Sie gegenüber eines beauftragten Fachinstallateurs richtig viel Geld. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Sie sich Zeit für Planung, Einkauf sowie Umsetzung nehmen, Geduld haben und etwas handwerkliches Geschick besitzen. Unser Tipp: Bereiten Sie beim Legen ein Leerrohr vor. Wenn Sie Ihre Leitungen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal erweitern möchten, müssen Sie sich nicht mit einem eventuell niedrigeren Wasserdruck rumschlagen. Außerdem vermeiden Sie dann, das gesamte Grundstück erneut aufzubaggern.

Die unterschiedlichen Bewässerungsmethoden

Es gibt nicht nur die eine Vorgehensweise, wenn es um das Gießen Ihrer Pflanzen geht. Vor allem drei Varianten haben sich als besonders praktisch herauskristallisiert.

Gartenspritze

Sie möchten keine Gießkannen mehr schleppen, aber auch keinen allzu großen Aufwand betreiben? Statten Sie sich zuerst mit einem Gartenschlauch ausreichender Größe und einer passenden Spritze oder einem Gießstab aus. Damit gehen Sie dann von Pflanze zu Pflanze. Die gesparte Zeit mag nicht so sehr ins Gewicht fallen, auf jeden Fall reduziert sich jedoch Ihre körperliche Anstrengung.

Tropfbewässerung

Eine aktivierte Tropfbewässerung gibt stetig eine kleine Menge Wasser an die sie umgebende Erde ab. Im Boni-Shop finden Sie alle Utensilien, die Sie benötigen, um die Variante der Gartenbewässerungsanlage selber zu bauen: Regeleinheiten, Tropfschläuche, Druckminderer und Co.

Sprinkleranlage

Sprinkleranlagen eignen sich hervorragend für eine großflächige Bewässerung. Dabei laufen Leitungen zu zentralen Rasensprengern oder Sektorenregnern und speisen sie mit Wasser. Die Sprinkler verteilen das kühle Nass dann gleichmäßig in ihrem vorgesehenen Umkreis. Ganz gleich, ob Rasen, Beete oder Blumenareale: Die automatisierten Vorgänge können Sie nicht nur auf Knopfdruck starten, sondern auch vielseitig einprogrammieren.

Oberirdisch oder unterirdisch verlegen: Was bietet sich an?

Wünschen Sie sich eine feste Bewässerungsanlage, gibt es zwei unterschiedliche Montagearten. Für beide sprechen jeweils Vor- und Nachteile. Die herkömmliche Vorgehensweise besteht darin, die Leitungen unterirdisch zu verlegen. Dafür heben Sie entlang der gesamten Strecke einen Graben aus, schaffen eine Frostschutzschicht und legen die PE-Rohre hinein. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Leitungen sind auch im Winter vor der Kälte geschützt, wodurch Sie Wasser entnehmen können. Sie sind beinahe unsichtbar, sobald, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder Gras darüber gewachsen ist. Negativ ist vor allem der große Aufwand, den Sie beim Verlegen haben. Zudem erschwert sich dadurch die potenzielle Wartung. Die geht Ihnen mit etwas Know-how zwar gut von der Hand, wenn Sie eine oberirdische Gartenbewässerungsanlage selber bauen, jedoch gehen selbst damit Nachteile einher. So ist sie dann nicht vor frostigen Temperaturen geschützt und Sie müssen die Wasserversorgung vor dem ersten Kälteeinbruch abstellen. Außerdem können die sichtbaren Leitungen durchaus das Gesamtbild Ihres Grundstücks negativ beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass die Rohre die Gartenarbeit an den jeweiligen Stellen nicht gerade vereinfachen: So stören sie zum Beispiel beim Rasenmähen.

Boni-Shop-Tipps: Unser Fazit, wenn Sie eine Gartenbewässerungsanlage selber bauen möchten

Wasserdruck

Allem voran ist der Wasserdruck entscheidend für Ihr Vorhaben. Er bestimmt, wie lang Sie Ihre Leitungen anlegen können und wie groß deren Durchmesser sein darf. Dabei ist es ganz gleich, ob Sie das Wasser aus der Leitung, aus einer Zisterne oder aus einem anderen umfangreichen Speicher beziehen: Alles, was Sie zum Ermitteln des Wasserdrucks benötigen, ist ein Zehn-Liter-Eimer und eine Möglichkeit, die Zeit sekundengenau zu stoppen. Drehen Sie die Wasserzufuhr voll auf und halten Sie den Eimer darunter. Starten Sie die Zeitmessung. Ist der Eimer gefüllt, notieren Sie sich die benötigten Sekunden und teilen 36.000 durch die ermittelte Zahl. Das Ergebnis ist die Menge an Litern, die pro Stunde fließen. Für zwei bis drei Versenkregner benötigen Sie beispielsweise ungefähr 2.500 Liter pro Stunde, die das System aktiv ist. Beachten Sie jeweils die unterschiedlichen Angaben der Produkte und gleichen Sie sie mit Ihren Vorgaben ab

Planung ist das A und O

Graben Sie nicht einfach darauf los, sondern gönnen Sie sich und Ihrem Garten eine ausgiebige Planungsphase. Welche Areale möchten Sie erreichen? Benötigen einige Pflanzen mehr Wasser als andere? Gleichzeitig ist es klug, sich darüber Gedanken zu machen, ob Sie während dem Verlegen der Leitungen ebenfalls einige Wasseranschlüsse auf Ihrem Grundstück hinzufügen.

Leerrohre

Für den Fall, dass Sie die Bewässerungsanlage im Laufe der Zeit noch erweitern möchten, empfehlen wir Ihnen, mindestens ein Leerrohr zusätzlich zu verlegen. Die dabei entstehenden Mehrkosten sind gering und stehen in keinerlei Vergleich zum Aufwand, der Sie erwartet, wenn Sie wegen eines fehlenden Rohres das Erdreich erneut öffnen müssen.

Denken Sie an den Winter

Das hingebungsvolle Verlegen einer Gartenleitung nützt Ihnen nichts, wenn die Rohre gleich beim ersten Frost Schaden nehmen. Sorgen Sie deshalb vor! Stellen Sie die Wasserzufuhr entweder vor den ersten kalten Nächten komplett ab oder planen Sie eine umfangreichere Frostschutzschicht ein.

Dichten Sie ab

Auch wenn in einem Garten kein Wasserschaden wie im Haus entstehen kann: Sorgen Sie, wenn Sie Gartenbewässerung selber bauen, dafür, dass Sie alle Verbindungsstücke gut isolieren, sodass an unerwünschten Stellen keinerlei Feuchtigkeit austreten kann. Schließlich wäre das nicht nur Wasser-, sondern ebenfalls Geldverschwendung. Nutzen Sie dafür zum Beispiel die PVC-Fittings oder die PE-Rohr-Verschraubungen aus dem Boni-Shop.

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