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KG – Kanalrohrsysteme

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Eine funktionierende Abwasserleitung ist essenziell für jedes bebaute Grundstück. KG Rohre schützen die Umwelt vor Verunreinigungen durch Abwasser. Erfahre mehr über die Anwendung und Montage von KG-Rohren in dem folgenden Beitrag.

Unterschied zwischen unseren Kanalrohrsystemen

Kanalrohre und -Formstücke aus PVC-U werden eingesetzt zur Fortleitung von Abwasser. Die Kanalrohrsysteme sind nach der Nennweite der Rohre sortiert. Der Wert bezeichnet den äußeren Durchmesser eines Rohres. Die Größe ist wichtig für das Anschlussmaß und das geplante Durchflussvolumen. Eine Ableitung mit der Nenngröße DN/OD 110 besitzt einen Innendurchmesser von 103,6 Millimetern. Ein Produkt mit der DN/OD 250 misst innen von Wand zu Wand 237,6 Millimeter. Ist der Radius zu klein, fließt das Abwasser zu langsam ab und es kann zu einem Wasserstau kommen. Fällt der Durchmesser jedoch zu großzügig aus, so ist der Wasserfluss zu niedrig und größere Partikel können hängen bleiben. Dadurch wird ein Verstopfen des Kanalrohrsystems riskiert.

Anwendung und Montage

Klebemuffen (Einzelmuffen)

Rohrabschnitte können zur weiteren Verwendung mit Aufklebmuffen versehen werden. Dabei ist zu beachten:

  • Entfernen des Sägegrates
  • Reinigen des Rohres außen und der Einzelmuffe innen von eventuellem Schmutz
  • Aufbringen des Spezialklebstoffes auf die gereinigten Flächen
  • Aufschieben der Aufklebmuffe auf das Rohr bis zum Anschlag
  • Abwischen des überschüssigen Klebstoffes

Steckmuffen

Die Rohrmuffe, das Rohrspitzende sowie die Dichtung sind vor dem Steckvorgang auf eventuelle Schäden zu überprüfen und von Verunreinigungen zu befreien. Beschädigte Rohre oder Dichtungen dürfen nicht verwendet bzw. müssen ausgetauscht werden. Einsteckende (Spitzende) außen, Muffen und Dichtringkammer innen (Sicke), sowie Dichtring mit Lappen o. ä. von Schmutz säubern.

  • Dichtring in die Sicke einlegen (falls nicht bereits werkseitig eingelegt).
  • Anschrägung des Einsteckendes gleichmäßig mit Gleitmittel bestreichen. Keine Öle oder Fette verwenden!
  • Einsteckende bis zum Anschlag in die Steckmuffe einschieben und am Muffenrand mit Blei- oder Filzstift markieren.
  • Anschließend ist das Rohrende um ca. 3 mm pro 1 m verlegter Baulänge aus der Muffe herauszuziehen, höchstens jedoch 10 mm.

Der Einbau von Überschiebmuffen und Doppelmuffen erfolgt sinngemäß.

Einbetonieren

Rohre und Formstücke aus HART-PVC dürfen unmittelbar einbetoniert werden. Dabei müssen folgende Hinweise beachtet werden:

  • Muffenspalt mit Klebeband abkleben, damit keine Zementmilch etc. eindringen kann, die die spätere Funktion der Steckmuffe behindert.
  • Rohre gegen Auftrieb sichern. Dabei sind die Befestigungsabstände so zu wählen, dass keine unzulässig hohen Durchbiegungen auftreten.
  • Thermisch bedingte Längenänderung sowohl für den Einbau als auch für den Praxisbetrieb berücksichtigen (einbetonierte Kunststoffrohre verhalten sich wie frei verlegt).

Ablängen und Anschrägen

Das Ablängen der Rohre (Formstücke dürfen nicht gekürzt werden, da sonst die Dichtigkeit nicht mehr gewährleistet ist) ist im Bedarfsfall mit einem geeigneten Kunststoffschneider bzw. einer feinzahnigen Säge vorzunehmen. Durch eine mittels Schneidlade geführte Säge wird ein rechtwinkliger Schnitt erreicht. Die Rohrenden sind mit einem Anschrägwerkzeug oder einer grobhiebigen Feile unter einem Winkel von ca. 15°.

Prüfung der Wasserdichtigkeit

Die Prüfung sollte mit einem Standrohr oder einem geeigneten Druckmessgerät durchgeführt werden. Die Ablesung ist auf den tiefsten Punkt der Prüfstrecke zu beziehen. Freispiegelleitungen sind mit 0,5 bar Überdruck, gemessen über dem tiefsten vom Wasser benetzten Punkt

der zu prüfenden Rohrstrecke, zu prüfen. Die Prüfzeit beträgt 15 Minuten und soll haltungsweise an der noch nicht überschütteten Rohrleitung vorgenommen werden. Zur Sicherung kann die Rohrleitung eingebettet und teilweise überschüttet werden; die Rohrverbindungen sollen dabei frei bleiben. Die Leitung ist erforderlichenfalls gegen Aufschwimmen zu

sichern. Sämtliche Öffnungen des zu prüfenden Leitungsabschnittes, einschließlich aller Abzweige und Einmündungen sind wasserdicht und drucksicher abzuschließen.

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