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PE-Rohre: Durchmesser- und Anwendungsratgeber

Was steckt hinter dem Begriff PE-Rohre und wieso können wir im Heim- und Handwerk kaum noch darauf verzichten? Erfahren Sie mehr über die praktischen Leitungen und informieren Sie sich rund um PE-Rohre, ihre Durchmesser, Vorteile und mögliche Einsatzgebiete.

Was macht PE-Rohre aus?

PE-Rohre bestehen aus einem thermoplastischen Kunststoff namens Polyethylen. Der bekannte Name ist also nur eine Abkürzung für Polyethylen-Rohre. Polyethylen lässt sich hervorragend in verschiedenen Dichten herstellen, weshalb es den Werkstoff in vielen unterschiedlichen Ausführungen gibt. Gern wird er mit PVC (Polyvinylchlorid) gleichgesetzt, was jedoch nicht korrekt ist: PE enthält im Gegensatz zu PVC keinerlei Weichmacher und Chlor, weshalb das Material viel verträglicher ist. Deswegen kommt es ebenfalls beim Herstellen von PET-Flaschen zum Einsatz. In Form von Rohren erobert es die Welt seit den 1960er-Jahren und ist aufgrund seiner Eigenschaften und den vielseitigen Einsatzbereichen nicht mehr wegzudenken.

Vorteile und Anwendungsgebiete für PE-Rohre unterschiedlicher Durchmesser

Im Boni-Shop finden Sie PE-Rohre aller Durchmesser und Längen.

Vorteilhafte Eigenschaften

PE-Rohre sind nicht nur ungemein günstig herzustellen und damit für den Endverbraucher eine erschwingliche Investition, sondern warten mit zahlreichen weiteren positiven Faktoren auf.

  • Stabil
    Die vielseitigen Schläuche aus Polyethylen sind überaus schlagfest, witterungsbeständig und belastbar.
  • Flexibel
    Die Wasserleitung bei Nichtbenutzung rollen und in die Garage räumen oder in Kurven verlegen? Kein Problem mit PE-Rohren!
  • Einfach zu verbinden
    Sie benötigen eine möglichst lange Leitung? Verbinden Sie sie mithilfe von PE-Rohr-Verschraubungen! Damit kombinieren Sie so viele Abschnitte, wie Sie möchten. Auch Blindleitungen und PE-Rohre unterschiedlicher Durchmesser koppeln Sie auf diese Weise.
  • Abrieb- und Rissfest
    Ganz gleich, ob Steine daran kratzen oder Sie regelmäßig über das Rohr laufen müssen: Es punktet mit einer tadellosen Unempfindlichkeit!
  • Leicht
    PE-Rohre-Verlegen leicht gemacht: Die Leitungen wiegen kaum etwas, wodurch Sie beim Installieren kein schweres Gerät benötigen, um sie wenige Meter zu bewegen.
  • Beständig gegen Korrosion und Inkrustation
    Schläuche aus Polyethylen enthalten keinerlei metallische Bestandteile und rosten deswegen selbst nach vielen Jahren der Nutzung nicht. Gleichzeitig ist das Material so glatt, dass sich keinerlei Ablagerungen wie Schlamm und Kalk ansammeln, die mit der Zeit das Rohr zusetzen könnten.
  • Temperaturbeständig
    PE-Rohre jeden Durchmessers besitzen einen relativ guten Widerstand gegen hohe und niedrige Temperaturen. In der Regel halten sie kalte Flüssigkeiten bis zu -40 °C aus, aber auch lang anhaltende Wärme von bis zu 60 °C. Kurzzeitig bestehen sie sogar bei 80 °C.
  • Beständig gegen Chemikalien und Co.
    Nicht immer kommen die Rohre nur mit Wasser in Berührung. Dank der hohen Qualität und der Robustheit widersteht Polyethylen selbst Säuren, Chemikalien, Laugen und Ölen, ohne Schaden zu nehmen.
  • Lebensmittelecht
    Dadurch, dass Polyethylen keinerlei Weichmacher und Chloride enthält, eignet es sich hervorragend, um eine Trinkwasserleitung zu verlegen. Es gibt weder Geschmäcker noch Gerüche auf die durchfließenden Flüssigkeiten ab und hinterlässt auch sonst keine Rückstände.

Zahlreiche Anwendungsgebiete

PE-Rohre sind nicht nur beim Legen von Wasserleitungen ein beliebtes Utensil. Dank ihrer vielseitigen Eigenschaften eignen sie sich ebenfalls für die Gasversorgung, den Abwassertransport und für zahlreiche andere Industriezweige. Dank der enormen Temperaturtoleranz finden sie in der Sanitär- und Heizungsbranche Verwendung, zum Beispiel beim Verlegen von Fußbodenheizungen. Mittlerweile dienen sie ebenso als Kabelschutz und Lichtwellenleiter-Schutzrohre. Die Nachfrage an PE-Rohren aller Durchmesser steigt rasant und stetig kommen neue Einsatzgebiete dazu.

Welche PE-Rohrdurchmesser sind geläufig?

PE-Rohre gibt es in vielen unterschiedlichen Größen und Längen. Gerade für den Hausgebrauch, zum Beispiel im Garten oder auf Grundstücken, lohnen sich meist PE-Rohre mit Durchmessern von 20, 25 oder 32 Millimetern. Die Kenngrößen sind oft in Zoll angegeben: Ein Außenumfang von 20 Millimetern entspricht ½ Zoll, 25 Millimetern ¾ Zoll und 32 Millimetern einem ganzen Zoll.

FAQ: PE-Rohre und Durchmesser

Was gilt es beim Verändern der Durchmesser innerhalb einer Leitung zu beachten?

Sie möchten eine Wasserleitung zwischen zwei Anschlüssen mit unterschiedlichen Größen verlegen? Dann ist das Verändern des PE-Rohr-Durchmessers unerlässlich. Wichtig ist, dass Sie den dabei wirkenden Druck nicht unterschätzen und den Rohrumfang nicht zu schnell reduzieren. Angenommen, Sie besitzen einen Anschluss, der 32 Millimeter misst, den Sie mit einem anderen verbinden wollen, der 20 Millimeter breit ist: In dem Fall ist es unerlässlich, dass Sie das Reduzieren Stück für Stück angehen. Verkleinern Sie den Durchmesser erst auf 25 Millimeter und dann beim nächsten Schritt auf 20 Millimeter. Nutzen Sie dafür besonders stabile Verbindungsstücke.

Welcher PE-Rohr-Durchmesser eignet sich für eine Wasserleitung im Garten?

Wie groß der PE-Rohr-Durchmesser sein soll, hängt vor allem davon ab, was Sie mit der Leitung vorhaben. Möchten Sie damit nur hin und wieder ein paar Pflanzen gießen, reichen kleinere Schläuche mit 20 oder 25 Millimetern Außenumfang. Um einen Pool zu füllen oder jeden Tag größere Flächen zu beregnen, lohnen sich durchaus PE-Rohre mit 32 Millimetern Durchmesser. Ansonsten kostet es Sie zu viel Zeit. Auch beim Kaltwasserleitung-Verlegen raten wir Ihnen, einen dickeren Schlauch zu nutzen. Gerade wenn Sie sie unterirdisch installieren möchten, ist ein späteres Umentscheiden nicht mehr so leicht möglich.

Darf ich PE-Rohre biegen?

Die Leitungen aus Polyethylen sind so flexibel, dass Sie sie gut und gerne aufrollen oder um Kurven herum verlegen können, ganz gleich, ob mit oder ohne Eckverbinder. Selbst ein Biegen ist kein Problem. Achten Sie nur darauf, dass Sie den Schlauch nicht zu sehr krümmen, weil sonst das Wasser oder andere Flüssigkeiten nicht mehr hindurchkommen. Wie sehr Sie es biegen können, hängt stets vom PE-Rohr-Durchmesser und der aktuell vorherrschenden Temperatur beim Verlegen ab. Je geringer die Temperatur, desto größer der mögliche Biegeradius: Bei 0 °C krümmen Sie die Leitung um bis das 50-fache des Durchmessers, bei 10 °C um das 35-fache und bei 20 °C um das 20-fache. Ein Rohr mit einem Kaliber von 32 Millimetern krümmen Sie bei 0 °C deshalb maximal mit einem Radius von 1,6 Metern.

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